Stele weist auf jüdischen Friedhof hin

Buergerstiftung Coesfeld fördert juedischen Friedhof in Coesfeld
Aus Beton und mit einer Bronzeplatte versehen ist die Stele, die die Bürgerstiftung am Eingang des Jüdischen Friedhofs an der Osterwicker Straße errichten wird. Die Inschrift weist auf die Historie der jüdischen Grabstätten in Coesfeld hin.Zeichnung: Sc

07.06.2008 Projekt der Bürgestiftung soll bis zum 9. November realisiert werden

Es war ein Herzensanliegen von Hubert Ruthmann, den Jüdischen Friedhof an der Osterwicker Straße für Besucher und Bürger sichtbarer zu machen. Das Ziel des  stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerstiftung  ist in greifbare Nähe gerückt. Nach einer aktuellen Genehmigung durch den Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe (Dortmund)  kann neben  dem Eingangstor des Friedhofs eine Betonstele mit Bronzetafel aufgestellt werden. Das Projekt der Bürgerstiftung soll spätestens bis zum 9. November realisiert sein – an diesem Tag jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht.
Die Errichtung der Stele – ehrenamtlich entworfen von dem Coesfelder Architekten Paul Schürmann – ist nur eines von vielen Projekten der Bürgerstiftung und ihrer Unterstiftungen, der Addy-Bosten-Stiftung, der Michael-Endler-Stiftung und der Claudia-Schafmeister-Stiftung, wie Vorstands-Vorsitzender  Lenfers deutlich machte.
 
Inzwischen wurden die Fredesteene mit Geldern der  Addy-Bosten-Stiftung restauriert; die  Michael-Endler-Stiftung finanzierte den Schulzirkus der Lambertischule mit und ermöglichte damit allen Kindern eine Teilnahme.
Deutlich ausgeweitet wurde nach Mitteilung von Lenfers das Projekt „Soziales Lernen". Neben den Fünfer-Klassen der beiden Hauptschulen sind nun auch die beiden Realschulen eingestiegen.  In dreitägigen Seminaren lernen die Schülerinnen und Schüler in der Jugendbildungsstätte Gilwell St. Ludger Haltern, Konflikte gewaltfrei zu lösen. „Soziales Lernen“ ist das Kernprojekt der Bürgerstiftung – eine erste Bilanz unter Einbeziehung der Schulen soll auf dem Stiftertreffen im Januar nächsten Jahres gezogen werden. Lenfers: „Bisher war das Echo sehr positiv“.
Die von der Bürgerstiftung finanziell geförderte Vorlesepatenschaft der Evangelischen Gemeindebücherei findet ihre Fortsetzung in einem sog. Mentoring. Vorlesepaten werden entsprechend geschult und fachkundig begleitet, um in Einzelterminen die Lern-, Schreib- und Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Lenfers: „Für dieses Projekt haben wir 2500 Euro veranschlagt“.
Die erste Staffel des Projektes „Schuldenprävention“ an Schulen ist abgeschlossen und soll nach den Sommerferien mit neuer Intention fortgesetzt werden. Mit einem Betrag von 500 Euro, so der Vorsitzende  weiter, wird der „Mittagstisch am Bahnhof“ unterstützt.
„Ohne nachhaltige finanzielle Unterstützung ist die Arbeit der Bürgerstiftung nicht möglich“, betonte Lenfers. Zusammen mit seinem Stellvertreter Hubert Ruthmann suche er daher  derzeit die Kanzleien von Anwälten und Steuerberatern auf mit der Bitte, bei der Beratung vermögender Klientel auf die Bürgerstiftung aufmerksam zu machen. Lenfers: „Wir hoffen auf weitere Zustiftungen.“