Unterstützung der Schuldenprävention

Buergerstiftung Coesfeld unterstuetzt Projekt Schuldenprävention in Coesfeld
Heinrich-Georg Krumme ( Stiftungsratsvorsitzender ) machte es möglich, dass die Bürgerstiftung ein Projekt zur Schuldenprävention unterstützen kann. Das Bild zeigt ( v.l.) Krumme, Silvia Saunus ( Schuldnerberatung ), Martina Heyng-Nowak ( Fröbelschule )

23.02.2007  Bürgerstiftung unterstützt Projekt des Diakonischen Werks für Schüler / Start an der Fröbelschule

von Ulrike Deusch

Coesfeld. Wenn Menschen zu Silvia Saunus kommen, ist das Kind längst in den Brunnen gefallen. Deshalb freut sich die Mitarbeiterin der Schuldnerberatung des Diakonischen Werks, dass sie ab sofort Gelegenheit hat, jungen Menschen gleich von Anfang an beim ersten eigenen Geld den richtigen Umgang damit zu vermitteln. Eine Spende der Bürgerstiftung macht es möglich, dass Saunus an der Fröbelschule mit dem Programm " Finanzkompetenz und Schuldenprävention" starten kann - ein kreisweit einmaliges Projekt mit Modellcharakter, das für weiterführende Schulen konzipiert ist und auch an anderen Schulen in Coesfeld angeboten wird. Insgesamt gut 6.000,00 € gibt die Stiftung dafür - eine Summe, die der Stiftungsratsvorsitzene, Sparkassendirektor Heinrich-Georg Krumme, zur Verfügung stellt. Er hatte anlässlich seines 50. Geburtstages statt Geschenken um Spenden für die Stiftungsarbeit gebeten.

"Durch meine berufliche Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig an eine eigenverantwortliche Budgetierung heranzuführen", begründet Krumme sein Anliegen. "In diesen jungen Jahren wird der Grundstein für das ganze Leben gelegt."  Zwar habe auch die Landesregierung die Bedeutung rechtzeitiger Aufklärung erkannt und entsprechenden Unterricht für die weiterführenden Schulen vorgesehen. "Doch da die Finanzierung und der Startpunkt noch nicht geklärt sind, stellen wir uns als Bürgerstiftung mit unserem Engagement an die Spitze dieser Bewegung", so Krumme. Kein Wunder, dass Fröbel-Schulleiterin Antje Wittenberg sich freute: "Schön, dass wir auf solche Fördermöglichkeiten zurückgreigfen können."

Schüler der Klassen 9 und 10 werden im richtigen Umgang mit ihren Finanzen fit gemacht. Das Handy als Schuldenfalle, unterschätzte Autokosten, die unüberlegte Unterschrift unter einen Vertrag - das sind Beispiele für Gefahren, auf die Silvia Saunus sie hinweist. Die Vermittlung von Grundlagenwissen und Entscheidungskompetenz in finanziellen Fragen, die Reflexion des eigenen Konsumverhaltens, das Durchschauen von Werbestrategien, die richtige Haushaltsführung sowie der Erwerb von Startegien zur Vermeidung von Schulden sind Inhalte der Unterrichtsmodule. "Die Schüler sollen bewusstes Konsumverhalten und eine vorausschauende Planung lernen", sagt Lehrerin Martina Heyng-Nowak, die das Projekt seitens der Fröbelschule betreut. Die Schule ist Vorreiter, soll aber nicht die einzige mit diesem Angebot bleiben. Saunus: "Das ist schließlich ein Thema, das alle Jugendlichen betrifft."