Mit Snoezeln gesund werden

Buergerstiftung Coesfeld unterstuetzt junge Mütter in Coesfeld
Der neue Snoezelraum des St. Vincenz-Hospitals; hier können Kinder entspannen und sich wohlfühlen.

03.11.2006 Neuer Therapieraum im St. Vincenz-Hospital eröffnet

Von Hans-Jürgen Barisch Coesfeld. Träumen, nachdenken, entspannen, sich einfach wohlfühlen – das können die Kinder seit neuestem im St. Vincenz-Hospital. Gitta Hauch, Leiterin der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik (körperlich-seelische Gesundheit) eröffnete gestern offiziell den neuen Snoezelraum. Dabei handelt es sich um einen abgedunkelten, von intensivem Rotlicht (für das Geborgenheitsgefühl) durchfluteten, möglichst schallgeschützten Raum. Mit Hilfe gezielter Sinnesreizungen soll dort für das Wohlbefinden der Kinder gesorgt werden. Etwa indem man auf einem Sitz-Liegesack positioniert, mit dem so genannten "Fasernebel" – Lichtfasern hängen von der Decke herab – spielen oder "sich in das Licht stellen" kann oder sich auch auf ein "Wasser-Klangbett" legt. Darin werden durch Bassboxen durch das Wasser hindurch die Vibrationen der Musik übertragen.

Lena van Beek, Studentin im siebten Semester der katholischen Fachhochschule für Sozialwesen in Münster, hat diesen Snoezelraum konzipiert und dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, darunter auch die Bürgerstiftung Coesfeld,  "gebaut". Das zweite Projekt im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Klinik und Hochschule, wie Professor Thomas Hülshoff von der Fachhochschule betonte.

Gitta Hauch freute sich, dass nun mit diesem neuen Therapieraum die Zeit des Improvisierens vorbei sei. Sie hatte eingangs darauf hingewiesen, dass es sich bei Kindern, die hier behandelt würden, nicht um Kinder handele, die etwas mit dem Gebiet der Psychiatrie zu tun hätten. Vielmehr seien es ganz normale Kinder, die aufgrund früherer, schlimmer Erfahrungen jetzt körperlich krank daran geworden sind.