Flüchtlings-Team kickt in neuem Outfit

Bürgerstiftung Coesfeld finanziert Trikotsatz für Integrationsangebot der SG Coesfeld 06

Fußball bringt Menschen spielerisch zusammen, auch über kulturelle Unterschiede und mögliche Sprachbarrieren hinweg. Deshalb bietet die Sportgemeinschaft Coesfeld geflüchteten jungen Männern dreimal in der Woche die Möglichkeit, unter der Leitung des Syrers Marwan Khalaf nach Lust und Laune zu kicken. Damit die fußballbegeisterten Flüchtlinge ihre Freundschaftsspiele in einheitlichen Trikots bestreiten können, überreichte die Bürgerstiftung Coesfeld jetzt einen kompletten Satz weißer Kurzarmtrikots, die mit fortlaufenden Nummern und dem Logo der Stiftung beflockt sind. „Fußball fördert Begegnung und baut Vorurteile ab. Auf dem Spielfeld, im Team und im Verein wird Integration gelebt, und die interkulturellen Kompetenzen der Spieler werden gestärkt“, begründet Vorstandsmitglied Vera Dolle das Engagement der Bürgerstiftung.

Die derzeit 24 Fußballer stammen überwiegend aus Syrien, aber auch aus dem Irak, Iran, Eritrea und Afghanistan. „Die Begeisterung für den Fußball verbindet die jungen Sportler, die zum Teil Anreisen aus Dülmen oder sogar aus Lünen in Kauf nehmen, um hier in Coesfeld mit Gleichgesinnten Fußball zu spielen“, erzählt Stefanie Hinkenbrandt, Integrationsbeauftragte der Sportgemeinschaft Coesfeld, die anerkannter Stützpunktverein für Integration im Sport ist. „Die SG-Fußballabteilung betreut die Gruppe und stattet sie mit Sportmaterialien aus“, informiert Abteilungsleiter Heiner Eismann. „Unser Ziel ist es, den geflüchteten Menschen in unserem Verein ein Stück Heimat zu bieten und sie schrittweise in unsere bestehenden Mannschaften und den ordentlichen Spielbetrieb aufzunehmen.“ Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen erste Erfolge. Denn inzwischen spielen drei syrische junge Männer in der A2-Jugend. Marwan Khalaf hat sich zum Übungsleiter ausbilden lassen, ebenso wie sein Landsmann Wasem Alakoud, der eine Jugendmannschaft der SG Coesfeld 06 trainiert und betreut.  

 

 

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