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Historische Christusfigur der Nachwelt erhalten

10
Apr. 2026

Der Korpus des über 200 Jahre alten ehemaligen Letter Missionskreuzes konnte mit Unterstützung der Bürgerstiftung Coesfeld jetzt fachgerecht konserviert werden. Voraussichtlich ab September 2026 kann er im dann neu eröffneten Heimatmuseum Lette besichtigt werden.

Das Foto zeigt (von links) Reinhard Elsbecker (Mitinitiator), Andrea Vennebörger (Vertreterin der Familie), Alice Kleyboldt (Restauratorin), von der Bürgerstiftung Heinrich-Georg Krumme und Gisela Schulze Tast sowie vom Heimatverein Margret Schemmer, Gertrud Quiel und Dr. Heiner Kleinschneider. Auf dem Foto fehlt Birgit Redweik als Leiterin der „Museumsgruppe“ des Heimatvereins Lette.

Weitere Informationen:
Nur wenige Teile des Inventars der ehemaligen Letter Kirche, die im Jahre 1918 abgerissen wurde und die wegen der besonderen Gestaltung des Kirchturms auch heute noch unter dem Namen „Piepenprüörker“ bekannt ist, konnten erhalten werden. Hierzu gehört eine Christusfigur, die als Teil eines Missionskreuzes seinerzeit an einer geschützten Stelle an der Außenfassade des Gotteshauses angebracht war. Die notwendige fachgerechte Konservierung dieser aus Eichenholz gefertigten und künstlerisch sehr ansprechend gestalteten Christusfigur war dem Heimat- und Verkehrsverein Lette e. V. ein wichtiges Anliegen. Dank einer großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Bürgerstiftung Coesfeld ist dies jetzt gelungen.

Dass es dieses historische Letter Kulturobjekt überhaupt noch gibt, ist dem besonderen Engagement des vor wenigen Monaten verstorbenen Willi Vennebörger vom Letter Berg zu danken. Der Korpus war jahrzehntelang Wind und Wetter ausgesetzt, und das konnte man ihm auch ansehen. Er war schlicht und einfach nicht mehr „vorzeigbar“, daher hatte man ihn auf dem Dachboden der Kirche eingelagert. Über die Jahre war er wohl auch in Vergessenheit geraten, bis vor rund 20 Jahren bei Aufräumungsarbeiten die Frage anstand, was damit geschehen solle. Seinerzeit setzte sich Willi Vennebörger engagiert für die Erhaltung dieses Zeitzeugnisses aus dem Piepenprüörker ein, und er bot an, der Christusfigur auf seinem Hof in der dortigen Requisitenscheune der Chorgemeinschaften Lette einen würdigen Platz zu geben. Dieses Angebot wurde dankbar angenommen.

Durch das glückliche Zusammenwirken unterschiedlicher Personen konnte diesem Letter Kulturgut jetzt der Weg in das Heimatmuseum Lette geebnet werden: Die Familie Vennebörger suchte eine dauerhafte Lösung für den Verbleib. Der Heimat- und Verkehrsverein Lette sah darin auf Anhieb eine wichtige Bereicherung für das künftig neu konzipierte Heimatmuseum. Die Bürgerstiftung Coesfeld ermöglichte mit einer finanziellen Unterstützung die zwingend notwendige fachliche Aufarbeitung, und Reinhard Elsbecker knüpfte die Kontakte zu Restauratorin Alice Kleyboldt mit ihrer Fachwerkstatt in Rorup.

Der Vorsitzende des Vorstands der Bürgerstiftung Coesfeld, Heinrich-Georg Krumme, und Vorstandsmitglied Gisela Schulze Tast hatten bereits frühzeitig ihre Unterstützung zugesagt: „Dieses Projekt passt genau in den Zielkatalog der Bürgerstiftung, geht es doch darum, das kulturhistorische Erbe für die Zukunft zu sichern.“
Dies sei auch die Intention des Heimatvereins Lette, bedankten sich Vorsitzende Margret Schemmer und Gertrud Quiel als Mitglied der „Museumsgruppe“ bei der Bürgerstiftung für die Förderung und bei Familie Vennebörger für die damalige „Rettung“ des Kulturobjektes. Die Förderbeantragung bei der Bürgerstiftung und die Abwicklung der Förderung hatte Dr. Heiner Kleinschneider übernommen. Im Namen der Familie Vennebörger gab Andrea Vennebörger ihrer Freude Ausdruck, dass das Objekt künftig einen angemessenen Platz im Heimatmuseum finden wird.

Restauratorin Alice Kleyboldt machte auf die künstlerische Qualität der Figur aufmerksam und betonte die ausdrucksstarken Gesichtszüge und die fein herausgearbeitete Körpergestaltung. Sie datierte die Schnitzarbeiten auf etwa 1800. Reinhard Elsbecker zog ein rundum zufriedenes Fazit: „Der Einsatz aller Beteiligten hat sich hervorragend gelohnt!“

ausdrucksstarke Gesichtszüge 

 Fotos: Rita Kleinschneider

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